Bürgerlicher Sportler – geht das heute noch?

Im Grunde habe ich im Rückblick oft das Gefühl, dass eines der Probleme, die Opel in seiner Problemphase hatte, so eine Art bizarrer Neid war – die Toten Hosen haben das in ihrem Begleittext zur Opel-Gang mal auf den Punkt gebracht: Selbst, wenn man nicht genau wusste warum – die Typen mit den Opels hatten immer irgendwie die cooleren Frauen um sich herum. Das ist ein Thema – das andere ist dieses Unterdrückte.

In den 70er Jahren durfte jeder noch ein Macho sein, einen riesigen Schnurrbart und Schlaghosen tragen und zeigen, was er hatte. Mit den Premium-Marken gab man sich dezenter – Wörter wie „Werkstuning“ wurden dann plötzlich hip, warum auch immer.

Heißer Teilnehmer des Bilderwettbewerbs

Aber bei Opel blieb das ehrlich offene und eben auch das Sportliche immer ein reeller Bestandteil der Marke – und eben nicht so wie bei VW, wo der Golf mal hier und da einen schwarzen Streifen bekam, aber ganz klar der Biedermann blieb, der er im Herzen ohnehin war.

Dieser Vectra C zeigt das schön – so etwas siehst Du beim Passat und beim Mondeo nur selten – hier ist es ehrlich und so dick aufgetragen, dass man es klar als Schminke erkennen kann. Nichts verstecktes, nichts Verheimlichtes, nichts verweichlichtes  – erhlich und offen.

Als der erschien, schien er mir irgendwie bieder – vor allem als Limousine – aber hier zeigt sich, dass die Opel-Gemeinde ihn angenommen und zu einem richtigen Opel gemacht hat. Sexy ist der, wenn man dem Kennzeichen trauen darf.
Die Jungs von der Opel-Gang… 😉




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