Der Zuverlässige >> der Ehrliche?

Hm… Ist es eigentlich irgend jemandem aufgefallen in den letzten Tagen? Es mag Sommerzeit sein und die Leute liegen verdientermaßen am Strand und kümmern sich einen Dreck um die Nachrichten oder konsumieren am balearischen Strand maximal die Headlines der einen Tag verspäteten BILD oder vielleicht noch die heissesten Spiegel-Eilmeldungen….

Opel Insignia B 2017

Gibt es einen besseren Moment, sich den neuen Insignia mal aus allen erdenklichen Winkeln genauer anzusehen?

Und in just dieser Zeit bläst der Spiegel zur Jagd auf die Deutsche Auto-Industrie. Und das tun sie mit einem Tam Tam und in einer Lautstärke, die sich zumindest durch die jetzt gezeigten Fakten mal sicherlich noch nicht rechtfertigen lässt. Aber so ein Skandal ist eben auch für die Auflagenzahlen des Spiegel schon ein Wert, ohne Zweifel.

Interessant: Da wird jetzt ein Kartell an den Pranger gestellt, das exklusiv aus den sogenannten Premium-Marken besteht – das sind die, die am besten vom Dieselmotor, den Fahrzeugflotten und Pseudo-Innovationen leben. Um Dinge wie den Elektro-Antrieb kümmern sie sich gezielt gar nicht oder maximal so, dass es pressetauglich ist – da wird eben kein gescheites Geld im Flottenverkauf verdient. Und – und dafür liegen ausdrücklich keine uns bekannten Beweise vor – uns würde es nicht wundern, wenn sehr bald herauskommen würde, dass beispielsweise das Thema E-Mobilität in genau diesen verschwiegen Zirkeln als Un-Thema eingestuft worden sein sollte.

Zurecht ist der Astra 2017 auf vielen Märkten dich an den Golf herangerück oder hat den Focus überflügelt

Jetzt können wir Opel Freunde (Und Ford Fans natürlich) uns ja mal zurück lehnen und sagen „Hey – da waren wir jetzt ja mal so gar nicht dabei, Jungs,“ richtig? Ja – das wäre aber voll und ganz zu kurz gesprungen. Was hier am Ende geschehen wird, ist genau das, was auch die Leute in den Opel-Werken getroffen hat. Was auch immer sich hier als wahr erweisen wird: Am Ende werden die Konzerne Milliarden an Strafen zahlen müssen und Susi Schmitt in einem Vorort von Baunatal verliert ihren Job und wird nicht wissen, an wen sie in einer Region, in der Tausende ihrer Nachbarn ihren Job verlieren, verkaufen soll.

So sieht es aus, wenn Manager, die den Bezug zur Realität in langen erfolgreiche Powerpoint-Schlachten verloren haben, auf dem harten Boden der Tatsachen aufprallen. Kurz nur, denn hier geht (ausser Susi Schmitt) niemand ohne eine gescheite Abfindung heim, bevor ein befreundeter Headhunter anruft, der genau solche Leute in einer anderen Industrie sucht.

Nicht nur wir sollten da finden, dass es mal an der Zeit ist, ehrliche Marken zu kaufen.



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