Opel Adam: Mut wird belohnt

Da latschst Du unvorsichtig in eine Opel Niederlassung, um Dir eine Birne und 2 Dichtungen zu kaufen und entdeckst ein paar eigenartige LOHAS, die Du sonst so gar nicht beim Opel-Händler siehst – und die lassen sich gerade zum Neukauf eines Opel beraten – fragen sicherlich nach nachhaltigem Bio-Leasing oder so – aber was soll’s! Sie sind da und sie scheinen einen Opel zu kaufen.

Und während Du so am Counter stehst und auf die Teile wartest, denkst Du Dir „Was mögen die wohl kaufen?“. Er könnte der Insignia Typ sein, sie vielleicht einen Cascada? Beide zusammen den dekorativen Cascada als Ergänzung zu irgend einem langweilen Firmenfuhrparkstdipassat?

Opel Adam

möge die Macht mit Dir sein und mögest Du immer ausreichend Opel Adam auf dem Hof haben 😉

Du kannst nicht umhin, Dich ranzuschleichen und zu lauschen.
Und tatsächlich geht es um den Opel Adam. Den spricht der geschulte Verkäufer mit einem etwas zu britischen Schul-Akzent „Ädäm“ aus, während seine Kunden – allem voran die Kundin den Wagen eher biblisch „Adam“ ausspricht – vielleicht wie „Adamsapfel“ oder gar „Adamskostüm“ 😉

Und das ist noch nicht mal alles – das Gespräch stellt sich als überaus spannend heraus. Der Adam soll überwiegend von IHM gefahren werden – ein Adam Rocks mit dickster Motorisierung und irgendwie allem, was die Liste hergibt – ein unglaublich nachvollziehbare Wahl – aber eben alles andere als eine typische. Mein internes Kopf-Klischee hatte natürlich gleich die Frau in dem kleinen Wagen gesehen (obwohl ich selbst den Ädäm total cool finde, vor allem als Rocks!).

Nachdem ich meine Teile bekommen hab (und die kleine Birne gab es umsonst, lieber VW-Händler!), komme ich mit dem zweiten Verkäufer ins Gespräch. Wir kennen uns schon seit ein paar Jahren. Tatsächlich hat sich der Opel Adam letztes Jahr etwas besser verkauft als der Insignia und erst Recht als der Zafira – Der Adam ist eine echte Stütze und sie haben immer mindestens 5 dekorative Exemplare auf dem Hof stehen – vorne, an der Strassenseite, wo man sie gut sehen kann. Der Opel Adam ist auf seine Weise ein Hingucker.
Und der Mann bestätigt meine kurze subjektive Wahrnehmung zu dem Phänomen, was wir Berater „Target Gropu leveraging“ oder „Cross-Target Spill over“ nennen – schwer zu sagen, welche dieser Bezeichnung den meisten Leuten spontan weniger sagt 😉

Tatsächlich geht es darum, dass ein Zugpferd einem anderen oder gleich mehreren in der Produktpalette hilft, voranzukommen. Und dieses Potential scheint der Adam zu haben, denn „Die haben nicht nur den Adam bestellt. Sie bekommt einen Cascada – und hatte davor zwei 3er und einen A4 als Cabrio – das hatten wir in den vergangenen Jahren nie!“

Tina Müller Adam

Mit Marketing-Chefin Tina Müller ist Opel wieder auf dem Kurs von Mut und Stolz. Umparken im Kopf war einfach nicht zu übersehen und war richtig. Der Markenauftritt des Opel Adam ist ein Lehrbuch-Stück dafür, wie man es richtig macht – ohne Rollenvorbild, denn ein Ford Ka ist davon Lichtjahre entfernt und ein Fiat 500 lebt von knutschkugeligkeit mehr als von einem intelligenten Marketing- und Zielgruppenkonzept

Ebenso weiß er von dem Mann zu berichten, der den Opel Adam für seine Tochter kaufen wollte „weil der Mini obszön teuer ist“ und dann im Verkaufsgespräch am Ende zu „seiner“ Marke zurückgefunden hat. „Der hat einen Insignia gekauft, fast Vollausstattung nach mehreren C-Klassen. Weil im Gespräch immer klarer wurde, dass das genau sein Ding ist. Sein Vater fuhr Senator, er als Anfänger Corsa, dann Astra und schließlich sogar einen Vectra B, bis er sich zu Höherem berufen fühlte. Im Gespräch hat er mir schließlich gesagt, dass er die C-Klassen ebenso zu teuer wie zu klein fand und seine älteste Tochter den Spießer-Benz verachtet. Da hatte ich am Ende regelrecht das Gefühl, dem Mann einen echten Gefallen getan zu haben, ihn wieder besser schlafen zu lassen. Und glaub es: seine Frau hat einen Mokka geleast, vor kaum 3 Wochen.“

Da wird einem richtig warm ums Herz, oder? Wie gesagt: das Opel-Comeback steht so bevor wie nie zuvor 😉

Alle meine Besserwisserzahlen sagen natürlich auch, dass wir hier nicht von spontanen 10% Marktanteil reden oder so. Aber so ein Markenaufbau dauert einen Moment. Wenn man sich die Markengeschichte von Audi anschaut – dann stellt man ja schnell fest, dass das auch nicht mal eben in 2 Jahren über die Bühne ging.
Also: Große Ziele voraus! Mit dem Adam hat Opel schon mal pauschal alles richtig gemacht. Da stimmt es wirklich bis ins Detail. Da gibt es überformatiges Prospektmaterial, ernstlich hippe WebSieten – einfach mal weiter so – Tina Müller ist jetzt schon unsere heimliche Heldin.



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