Opel Comeback 2016 – was ist der Preis?

Unsere Prognose des Opel-Comeback in 2016 / 2017 ist an den meisten Tagen der am häufigsten gelesene Artikel hier, was schon ziemlich erstaunlich ist. Kürzlich fanden wir ihn auf einer VW-Fanpage verlinkt mit einer bösen Bemerkung über die „Versager-Marke“ – bis dann der Verlinkende leider feststellen musste, dass selbst in diesem Forum der eine oder andere die aktuellen Opel-Aktivitäten „irgendwie ganz cool“ findet.

Opel Sixt Leasing

probates Mittel? Ja, natürlich – abgesehen vielleicht von der Tatsache, dass das Leasing in teilen günstiger ist als beim Hersteller selbst…

Dennoch muss sich Opel hier und da durchaus Kritik gefallen lassen. So kommt Opel zwar nach vorläufigen Zahlen für das Jahr 2016 erst einmal auf 7,3% Marktanteil – dem höchsten seit 2011, was lässig ist. Jedoch: Über 40% der Neuwagen wurden über Eigenzulassungen in den Markt gebracht. Ein riskantes Spiel, denn natürlich werden die Autos auf diese Weise im Regelfall mit satten Rabatten in den Markt gedrückt. Manch einer sieht da schon „böse Tricksereien“ und „Gefährliche Schieflagen„…

Fakt ist erst mal: Ja, Opel hat den höchsten Eigenzulassungsanteil 2016 im Deutschen Markt – aber: dieses Thema ist bei anderen Herstellern gar nicht mal so anders – Renault etwa liegt nur ein Prozentpunkt dahinter und aus derselben Gruppe liegt Nissan knapp 3 Prozentpunkte darunter. Selbst die besten in dem Bereich liegen bei 20+%, lassen also mal gut ein Viertel der Fahrzeuge auf diese Weise zu – und VW liegt irgendwo dazwischen, lag die vergangenen Jahre mit Ladenhütern wie dem Scirocco jedoch auch nicht besser.

Krasse Rabatte gibt es momentan eher andernorts…

Dann kommt eins hinzu: Natürlich sind die Eigenzulassungen hoch – Die Autovermieter (und Verkäufer), allem voran SIXT, nehmen von den neu erschienen Fahrzeugen stets gerne mehr ab – wer momentan die Golf Klasse mietet und nicht das Pech hat, eine A- oder B-Klasse zu bekommen, bekommt den Astra – den haben die bergeweise…

Da stellt sich allerdings die Frage: ist das eigentlich so schlecht? Auf diese Weise hat Opel ein Teilziel erreicht, das für 2016 sinnvoll ist: Der Wagen kommt schnell in großen Mengen auf die Strasse, wird bewegt, wird gesehen – und da ist Sixt nun mal schneller als jeder Privat-Markt.

Im Schnitt verliert Opel auf diese Weise natürlich pro verkauftem Auto erst einmal Geld – jedoch ist das im Grunde in vielerlei Hinsicht eine Marketing-Investition. Die ist erst dann negativ, wenn sich herausstellt, dass auf diese Weise die realistisch gezahlten Opel-Preise zu stark sinken, weil zu viele neue Gebrauchte im Markt sind. So etwas muss korrigiert, angepasst und im Blick gehalten werden – jedoch darf man hier eben nicht zu kurz springen und gleich ins allgemeine Geschrei einfallen, dass das alles Teufelszeug sei.

Aber wie so oft: Auto-Manager gibt es in Deutschland beinahe so viele wie Bundestrainer…





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