Opel und Promis: doch, Kinder – das gab es und gibt es noch

Von der Autobild in üblich respektloser hirnarmer Art aufgenommen: Bundeskanzler Schmidt fuhr einen Opel Kadett GSI - ein Mann, der wusste, worauf es ankam

Von der Autobild in üblich respektlos hirnarmer Art aufgenommen: Bundeskanzler Schmidt fuhr einen Opel Kadett GSI – ein Mann, der wusste, worauf es ankam

Klar – Promis umgeben sich gerne mit Luxus – die liegen Mercedes, Porsche und andere Marken nahe – wobei man bei Promis angeblich neuerdings einen Trend zu Skoda feststellen kann (sagen zumindest von wem auch immer bezahlte Marktforscher…) – in anderen Worten: Wir haben gute Chancen, wieder geil zu werden, auch bei Promis.

Und tatsächlich war das früher mal gar nicht unüblich. Unser letzter echter Bundeskanzler etwa hatte einen Kadett – und nicht nur das – er hatte sogar einen GSI, also sogar noch Geschmack im Detail.

Walter Röhrl, was man über die Audi Quattro Jahre vergessen hat, war mal ein begeisterter Quertreiber im Opel Ascona – Sepp Herberger, so etwas wie der Urvater der Bundestrainer, fuhr einen Rekord B, wie wir ihn auch in unserer Familie mal hatten.

Gesine-Cukrowski-opel

Nicht nur dekorativ, sondern wandlungsfähig und auch privat mit dem Blitz liiert

Jeanette Rauch fährt ebenso Opel wie Esther Schweins lange Zeit nicht nur für Opel warb, sondern auch einen fuhr. Cool übrigens: Elmar Wepper, von dem spontan wohl jeder annehmen würde, er führe etwas bajuwarisches, fährt einen Insignia – ebenso übrigens wie Ralph Herford, der sich bereits mehrfach über das ausgezeichnete Fahrwerk ausließ.

Gesine Cuckrowski ist begeisterte Insignia-Pilotin – und steht dazu, was irgendwie erfreulich ist. Diverse B-Promis haben den Mokka gekauft und sich damit eben nicht für die Zeitungen ablichten lassen, die meine Oma immer las und meine Muter mittlerweile wohl auch „der Rätsel wegen…“ konsumiert – und natürlich gilt das auch für den Cascada, der nun wirklich auch einfach knackig ist, oder?senator-max-schmehling

Das war natürlich früher schon irgendwie echt anders: Max Schmehling etwa ließ sich mit seinem Senator A ständig ablichten, machte ihn 1980 gar zum Teil seiner Home-Story, in der er ausführte, dass das Auto ja auch irgendwie ein Teil seines Heims sei, was ohnehin eine ungemein interessante Sichtweise ist…

joachim-krolLena Meyer-Landrut mochten wir ehrlich gesagt auch als Opel-Promoterin – schade, dass das nicht fortgeführt wurde – aber ganz klar – die Promis, die später die Umparken im Kopf Kampagne auf ihren Schultern trugen waren natürlich weit stärker und kraftvoller in ihrer Botschaft – und kaum jemand hätte die Größe gehabt, einen Charakterkopf wie beispielsweise Joachim Krol in so etwas aufzunehmen – nicht gerade der Abziehbild-Held mit Zahnpasta-Lächeln. Und auch sonst hat die Kampagne angenehm viele Leute als Headliner gehabt, die im besten Wortsinne in der zweiten Reihe stehen – da nämlich, wo die Gesichter nicht verbraucht sind, aber auch keine Promi-Dinner Teilnahmen befürchtet werden müssen.

Umparken im Kopf war einfach eine gute und vor allem glaubhafte Nummer – wollen wir mal hoffen, dass die mittlerweile auch privat alle einen Blitz auf der Haube tragen – mit demselben Stolz. Schließlich nähern wir uns doch der 8% Marke, oder?




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